Wie war das noch, damals?

1973! Ein Jahr in dem die internationale Ölkrise zum ersten autofreien Sonntag in der Geschichte der Bundesrepublik führte, die Vorstanzung und Abzugringe bei Getränkedosen erfunden wurden, in Ost-Berlin die 10ten Weltfestspiele statt fanden oder auch Rex Gildo mit „Fiesta Mexicana“ einen seiner bekanntesten Hits landete. Dies sind nur einige Ereignisse aus dem Jahre 1973. Jedoch gehen wir mal weg von den großen Ereignissen in der Welt und schauen nach Feldkrücken.

Hier wurde aus der Idee, einen Treffpunkt für die Jugendlichen aus Feldkrücken zu schaffen, der Grundstein für den Jugendarbeitskreis (JAK) gelegt. Begonnen hatte alles mit der Idee von 5 Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 19, für die Jugendlichen einen Treffpunkt zu schaffen. Zwar konnte man sich in der Gastwirtschaft treffen, doch war man da nicht unter sich. Daher führte man zuerst Gespräche mit der Stadt und begab sich auf die Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten, die man dann in der alten Schule fand. Hier stand der alte Schulraum leer.

Eine Idee wurde geboren

Aller Anfang ist schwer

Jedoch gab es auch zu Anfang Vorurteile bei den Älteren in Feldkrücken. „Die wollen doch nur Alkohol trinken“ oder auch ähnliches war zu hören. Dies lies die Jugendlichen aber nicht von Ihrer Idee abkommen. In Eigenleistung wurde der alte Schulraum renoviert und zum Jugendraum eingerichtet. Seitens der Stadt Ulrichstein wurde aber zur Auflage gemacht, dass ein Ansprechpartner benannt werden solle, welches dazu führte das man dann den Verein „Jugendarbeitskreis Feldkrücken“ gründete. 18 Personen, fanden sich damals bei der offiziellen Vereinsgründung zusammen und wählten einen Vorstand und legten eine Vereinssatzung auf. So konnte nun die Vereinsgeschichte ihren Lauf nehmen.

Als eine der ersten Aktivitäten im Verein wurden Filme vorgeführt über die dann anschließend diskutiert wurden. Hierzu besuchten später einige Mitglieder sogar Seminare, welche im Vogelsbergkreis angeboten wurden. Um sich auch finanziell besser zu stellen, wurde der Kindermaskenball im DGH ins Leben gerufen, der die Vereinskasse etwas aufbesserte, zumal kein Mitgliedsbeitrag erhoben wurde, und auch bis heute nicht erhoben wird. Auch wurden mit der Zeit die anfänglichen Vorurteile leiser und der Verein wurde im Ort anerkannt. Bereits im Jahre 1978 veranstaltete man den ersten Discoabend im DGH. Aufgrund solcher Einnahmequellen konnte sich der Verein im Jahre 1983 eine eigene Stereoanlage anschaffen, die ihren Dienst auch bei den Feierlichkeiten zum 20 jährigen Bestehen noch leistete. 

Erste Erfolge

Man nahm es nicht immer so genau

Dass man zu Anfang es mit der Protokollführung bei den Vorstandssitzungen und Vollversammlung nicht so ernst nahm, zeigt, dass damals noch niemand dran gedacht hat, dass der Verein sich so positiv entwickelt, wie er heute vorzufinden ist. 

Ein Beispiel eines Protokolls: TOP 1 – erledigt, TOP 2 – einstimmig, TOP 3 – siehe Anhang. 

Welche Entwicklung der Verein nahm kann man auch daran sehen, dass man mit der Fertigstellung der Ortsdurchfahrt im Jahre 1985 sein 1. Straßenfest veranstaltete. Aufgepeppt wurde das Straßenfest ein Jahr später mit einer Misswahl. 

In den Jahren 1989, 1991, 1993 und 1994 wurde das Straßenfest durch eine Hitparade ergänzt. Man konnte damit den Gästen etwas Außergewöhnliches bieten, was durch die zahlreichen Besucher honoriert wurde. 

Beim 20jährigen Bestehen im Jahr 1993, schloss man am Sonntagmorgen einen Festgottesdienst vor der Kirche und einen Frühschoppen an. Nach längerer Pause wurde im Jahr 2007 wieder ein Straßenfest durchgeführt. Auch da wieder mit einem Gottesdienst am Sonntagmorgen vor der Kirche.

Fester Bestandteil des Dorf- und Vereinslebens

"Es ist soweit, in Feldkrücken ist Theaterzeit"

Als 1987 das Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde, engagierte sich der JAK auch mit großem Fleiß und stellte in Eigenleistung einen neuen Jugendraum her. In diesem Jahr wurde auch eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die bis heute weit über die Stadtgrenzen von Ulrichstein bekannt ist, die Theateraufführungen.

Mit dem Stück „Eine Frau muss her“ wurde erstmals in Feldkrücken Theater gespielt. In den darauf folgenden Jahren folgten weitere Stücke wie Familienkrach im Doppelhaus, Der Tyrann, Ein total verrückter Plan, und viele weitere. Mittlerweile konnte der JAK seine Gäste mit 14 Theaterstücken erfreuen. Es wurde viel gelacht und geweint – Freudentränen versteht sich natürlich. Mittlerweile ist das Theater die am längsten durchgeführte Veranstaltung des JAK. Und vielleicht ist ja bald wieder zu hören und zu lesen: „Es ist soweit, in Feldkrücken ist Theaterzeit“.

Mehr zu den einzelnen Theateraufführungen erfahren Sie unter dem entsprechenden Navigationspunkt.

Es werden aber nicht nur Veranstaltungen durchgeführt, sondern auch die Geselligkeit im eigenen Kreise kommt nicht zu kurz. So wurde bei den Helferfesten, den Weihnachtsfeiern und Silvesterpartys gefeiert. Auch gelang es im Jahr 1991 eine Drei-Tagesfahrt nach Bergisch-Zell zu organisieren, die vom JAK teilfinanziert wurde. Eine weitere 3-Tagesfahrt unternahm man 2001 nach München, 2003 nach Berlin und in 2005 nach Köln. Auch standen Tagesfahrten wie z.B. an den Frankfurter Flughafen auf dem Programm. 

Geselligkeit wird groß geschrieben

Tor, Tor, Tooooor...!

Für die Fußballkicker im Verein wurden im Jahr ??? (nicht mehr feststellbar) eigens Trikots angeschafft. Die Schoppenmannschaft kann auch den ein oder anderen Pokal mit nach Hause bringen. Ob man nun auf den vorderen Plätzen landete oder auch nicht ist nur zweitrangig. Dabei sein ist alles. 

Um sich als Jugendgruppe nach außen darzustellen wurden nach und nach für die Mitglieder Pullover und T-Shirts angeschafft. Für das 30jährige Jubiläum im Jahr 2003 wurden eigens neue Hemden angeschafft.

Viel ist in über 40 Jahren gemacht worden. Für die Mitglieder selber, oder auch die Bevölkerung. Erwähnenswert ist hier auch, dass der Jugendarbeitskreis sich an der jährlichen stattfindenden „Aktion saubere Landschaft“ beteiligt. Zudem beteiligte man sich finanziell an der Orgelrenovierung, der Anschaffung einer Kühlzelle im Gefrierhaus und an der Renovierung der Kirche. Nach der ersten Teilnahme am Ulrichsteiner Weihnachtsmarkt im Jahr 2007 spendete man wiederum den Gewinn an die Kirchengemeinde Feldkrücken. Der Gewinn in den folgenden Jahren wurde auch wieder für einen guten Zweck gespendet.

Weitere Aktivitäten

Schaffe, schaffe,...

Dadurch dass der Verein durch die zahlreichen Veranstaltungen in den letzten Jahren finanziell doch ganz gut da steht, konnte auch der Jugendraum immer wieder mal renoviert werden und das ein oder andere Mobiliar ausgetauscht werden. Letztere große Renovierung unternahm man im Jahr 2001, wobei die alte Theke ausgetauscht wurde. Auch wurden die Schränke hinter der Theke und die Deckenbeleuchtung erneuert. Selbstverständlich wurde den Wänden auch ein neuer Anstrich verpasst. 

Man sieht, es ist in den vergangen vier Jahrzenten doch schon so einiges geschehen. Dank und Anerkennung ist an dieser Stelle auch an die Personen auszusprechen, die seit 1973 aktiv zum Vereinsleben beigetragen haben. Besonderer Dank geht dabei an die 18 Gründungsmitglieder. Den wie besagt doch ein Sprichwort: „Aller Anfang ist schwer“, und ohne sie gäbe es den Jugendarbeitskreis Feldkrücken nicht.  

Und was wäre der JAK auch ohne all diejenigen Bürgerinnen und Bürgern aus Feldkrücken, die dem Verein in den Jahren seines Bestehens mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Wer weiß wo der Verein ohne die Akzeptanz und die Unterstützung der Feldkrücker Bürgerinnen und Bürger wäre.

DANKE