Rauch, Flammen und Hilfeschreie zur Prime Time

FELDKRÜCKEN. Rauch, Flammen und Hilfeschreie: Eine Notfallübung fand am Freitagabend im Stadtgebiet von Ulrichstein statt. Das Szenario sah die Verpuffung bei einer Grillfeier von Jugendlichen vor. Mehr als 80 durchweg ehrenamtliche Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und dem Bundesverband Rettungshunde waren an dem groß angelegten Training beteiligt.

Die Übungsstelle befand sich bei der Grillhütte an den sogenannten Schleuningsteinen zwischen Feldkrücken und Kölzenhain. Dort hatte die örtliche Wehrführung wahrlich ein Katastrophenszenario für die Übungsteilnehmer vorbereitet, das insgesamt sechs Verletzte vorsah. Für die Darstellung der Unglücksopfer waren Mimen aus dem DRK-Ortsverein Köddingen eingesetzt, deren Wunden reichten vom offenen Bruch bis zur kleinen Platzwunde.

Exakt um 19:15 Uhr ertönten für die Alarmübung in allen Stadtteilen Ulrichsteins die Feuersirenen. „Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr wurden von dem Übungsalarm überrascht“, schilderte Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke. Wie er sagte, wurde das Einsatztraining im Voraus nicht angekündigt. Trotz der Überraschung rückten binnen zehn Minuten die Feuerwehreinsatzabteilungen aus Bobenhausen II, Feldkrücken, Helpershain, Kölzenhain, Ober-Seibertenrod, Ulrichstein, Unter-Seibertenrod, Rebgeshain und Wohnfeld zum Übungsalarm aus.

Statt einem Fernsehabend oder einer Partynacht erwartete die ehrenamtlich engagierten Frauen und Männer der Stadt Ulrichstein ein Einsatztraining zur Prime Time. Hunderte Meter von Schlauchleitungen mussten verlegt, Verbandsmaterialien richtig angelegt und Suchmaßnahmen optimal ausgelegt werden. „Zwei Personen wurden aufwendig gesucht, dem Szenario zufolge sollten sie den Unglücksort panisch verlassen haben“, schilderte Stadtbrandinspektor Hädicke. Für die Suche wurden reihenweise Feuerwehrleute, aber auch Rettungshunde der BRH-Staffel aus Fulda eingesetzt. Mehr als zweit Stunden dauerte das gemeinsame Training der verschiedenen Einsatzkräfte. Interesse an der Übung fand der SPD-Landtagskandidat Swen Bastian, er informierte sich vor Ort über die Arbeit der Ehrenamtlichen.