Erntedankgottesdienst einmal ganz anders

In der Kirche von Feldkrücken dominierten ehrenamtliches Wirken und Mundart - Kinder aktiv mit dabei

FELDKRÜCKEN (dg). "Was Gott geschaffen hat ist gut und nicht verwerflich, denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und das Gebet". Diese Worte standen im Mittelpunkt der Predigt beim Erntedankgottesdienst in der Kirche Feldkrücken. Die Predigt sowie der Gottesdienst insgesamt waren allerdings etwas anders als sonst, denn er wurde in Mundart und von Mitgliedern des Kirchenvorstandes sowie anderen ehrenamtlich Mitwirkenden gehalten.

In die festlich geschmückte Kirche kamen zunächst Kinder, angeführt vom stellvertretenden Kirchenvorsteher Ingo Appel, und hatten Körbchen mit Früchten wie Äpfel, Weintrauben, Möhren, Kartoffeln, Kürbisse, Kastanien und andere, um sie zur Vervollständigung der Gaben auf den Altar zu stellen.

Der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Ullrich Leidner eröffnete den Gottesdienst musikalisch. Er spielte dann auch abwechseln mit Organistin Nicole Jost zu den einzelnen Liedern, die etwas mit Erntedank zu tun hatten. So wurde natürlich auch "Wir pflügen und wir streuen, den Samen auf das Land" von Matthias Claudius aus dem Jahre 1783 gesungen.

Ingo und Marion Appel, Albert Seim, Christa Keil, Waltraud Leinberger, Monika Rühl, Andrea Schütter, Heidi Rühl, Anke Schleuning und Elvi Faust gestalteten dann den gesamten Gottesdienst, einschließlich Liturgie und Ankündigungen in Mundart.

In der Schriftlesung ging es anschließend um das Schätzesammeln auf Erden, die dann von Motten und vom Rost gefressen oder von Dieben gestohlen würden. Vielmehr solle der Mensch Schätze sammeln im Himmel. Im Vorspann zur Predigt ging es dann um einen Apfelbaum, an dessen dürren Zweigen nur kleine und runzelige Äpfel hingen und so war fast das Urteil zum Fällen des Baumes gesprochen. Doch dann probierte der Besitzer einen Apfel und dieser schmeckte vortrefflich. Da holte er einen Eimer, pflückte die Äpfel, und seine Frau musste einen gedeckten Apfelkuchen backen.

Auch im weiteren Predigttext wurden schließlich mehrere Beispiele herangezogen, um aufzuzeigen, wie schlecht der Mensch manchmal mit der Schöpfung umgeht und nicht einmal mehr für alles danke. "Nicht was wir arbeiten und wie groß unsere Erfolge dabei sind, sondern ob wir dankbar für unsere Arbeit und unsere Erfolge sind, ist für unser Glück entscheidend", war unter anderem von den Vortragenden zu hören.

Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst gab es in der Kirche schließlich noch schmackhaften Kaffee und Kuchen.

Bilder: Dieter Graulich