Antje Armstroff ist neue Pfarrerin - „Wir alle sind froh und dankbar"

Groß war am Sonntag die Freude in den beiden Kirchengemeinden Ulrichstein und Feldkrücken, dass schon nach nur einer Vakanzzeit von 14 Monaten mit Antje Armstroff eine neue Pfarrerin in der Kirche Ulrichstein ordiniert wurde. Deutliches Zeichen dafür war eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche bei der Ordination und anschließend eine ebenfalls vollbesetzte Stadthalle bei den Grußworten und dem gemeinsamen Kaffeetrinken.

Der Ordinations Gottesdienst wurde von Dekanin Sabine Bertram-Schäfer und Probst Oliver Albrecht gehalten. Nach der offiziellen Ordination von Probst Albrecht mit den Ordinationsassistenten Sandra Hämmerle, Katrin Waller, Antonia von Vieregge und Holger Mett, hielt Pfarrerin Armstroff ihre erste Predigt in der Ulrichsteiner Kirche. Sie ging dabei darauf ein, wie es mit den Wundern nach Jesu Tod und Auferstehung weitergegangen sei.

So ist in der Apostelgeschichte zu lesen, dass Petrus und Johannes zur Gebetsstunde hinauf in den Tempel gingen und ein Mann herbeigetragen wurde, der gelähmt von Mutterleibe an war. Als er Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um Almosen. Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, er sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. An weiteren Beispielen wie der blinden Mareike und der Witwe Gertrud verdeutliche sie wie auch Behinderten und Einsamen geholfen werden kann, wenn sie an die Liebe Gottes glaubten.

Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatte der Ev. Posaunenchor Ulrichstein/Stumpertenrod.

In der Stadthalle betonte Bürgermeister Edwin Schneider: „Die vielen Menschen, die sich heute anlässlich Ihrer feierlichen Ordination eingefunden haben, zeigen, wie willkommen Sie hier sind. Wir nehmen Sie mit offenen Armen auf“, und überbrachte die herzlichsten Glückwünsche der gesamten Stadt zur Ordination. „Sie werden in Bobenhausen, wo sie jetzt wohnen und in Ulrichstein sowie in Feldkrücken, ein aktives und reges Dorfleben vorfinden: Ein breitgefächertes Vereinsleben, gelebte Traditionen und eine aktive Dorfgemeinschaft.“ Es sei ein Privileg, hier leben zu dürfen, denn in ganz Ulrichstein mit seinen neun Orten und 3.000 Einwohnern, erwarteten Sie hilfsbereite und aufgeschlossene sowie zupackende Gemeindemitglieder.

Schneider ging dann auf das Idealbild eines Pfarrers ein, der Moderator, Kommunikator und Inspirator und ein Werbeträger in Sachen Religion sein solle. Seiner Überzeugung nach, sind Pfarrer Ansprechpartner für die Suche nach Orientierung und dem Lebenssinn. Sie lassen die Menschen nicht allein mit ihren Fragen und Problemen. Sie machen ihnen Angebote, indem sie auf alte Wahrheiten verweisen und die traditionelle christliche Botschaft in eine moderne Sprache übersetzen. Pfarrer begleiten die Menschen bei allem, was ihnen im Leben widerfährt, von der Wiege bis zur Bahre. 

Für die beiden Kirchenvorstände überbrachten Michaela Scharmann (Ulrichstein) und Ingo Appel (Feldkrücken) die Glückwünsche zur Ordination. „Wir alle sind froh und dankbar, dass Sie sich für uns entschieden haben. Wie glücklich wir als Gemeinden sind, konnten Sie bereits in Ihrem ersten Gottesdienst im Zelt in Feldkrücken erfahren und ganz sicher spüren. Das Sie sich für uns entschieden haben erfüllt uns Kirchenvorstände doch mit Stolz. Keiner hätte nach der Ruhestandsversetzung unseres geschätzten Pfarrer Hofmann zu hoffen gewagt, dass alles doch so schnell geht.

Bei der Formulierung des Profils einer neuen Pfarrerin bzw. eines neuen Pfarrers für die Ausschreibung überlegten wir gut und wünschten uns: Eine Pfarrerin/ein Pfarrer, der die bestehende Gemeindearbeit weiterentwickelt. Der oder dem die Arbeit mit allen Generationen wichtig ist! Eine Persönlichkeit, die mit uns hier lebt, auf Menschen zugeht und seelsorgerisch begleitet, Gemeindeglieder besucht und auch Alten- und Krankenbesuche durchführt. Ich denke wir haben Glück, vielleicht sogar großes Glück. 

Dank sagten die Vertreter der Kirchenvorstände vor allem Pfarrer Dr. Peter Möser für seine Vakanzvertretung. „Es war für uns alle eine ganz neue Erfahrung mit einem anderen Pfarrer über längere Zeit zusammenzuarbeiten. Vielen Dank für ihre Worte, ihre Freundlichkeit und die gute Zusammenarbeit“. Mit gemeinsamen Gesprächen bei Kaffee und Kuchen klang die Ordinationsfeier aus.