Nach drei vorangegangenen Menschkicker-Turnieren hatten sich die Veranstalter des 687. Jakobimarktes am Sonntagmittag wieder etwas Neues einfallen lassen. Ähnlich wie bei der in den 1960er und 1970er Jahren vom Westdeutschen Rundfunk live ausgestrahlten Sendung „Spiel ohne Grenzen“ traten acht Ulrichsteiner Stadtteile bei verschiedenen, auch sportlich herausfordernden, Geschicklichkeitsspielen gegeneinander an.

Spiel ohne Grenzen in Ulrichstein

Die acht Mannschaften, es fehlte lediglich der Stadtteil Bobenhausen, wurden zu Beginn von Spielführer Horst Frank eingewiesen und erhielten jeweils einen „Joker“, der dann einmal eingesetzt werden konnte. Danach hieß es „Die Spiele mögen beginnen“, und los ging es mit dem traditionellen Sackhüpfen.

Hier mussten alle Mannschaftsmitglieder, die jeweils fünf Männer, Frauen und Kinder, teilnehmen. Dabei zeigte es sich oft, dass es nicht ganz einfach ist, große Sprünge in dem leeren Leinensack zu machen. Während beim ersten Spiel Schnelligkeit eine große Rolle spielte, war Konzentration und Geschicklichkeit beim folgenden Angelspiel gefragt. Möglichst viele auf einer Flasche liegende Tischtennisbälle mussten mittels einer Angel, an der eine Schraube festgebunden war, in einen daneben stehenden Becher mit Wasser befördert werden. Viel Spaß hatten die zahlreichen Zuschauer dann beim Schubkarrenrennen.

Für jeweils drei Personen eines Teams galt es, möglichst viel Wasser eines mit sechs Bechern bestückten Tabletts, das von einem Kind in einer Schubkarre gehalten wurde, durch einen Slalom zu fahren und am Ende in einen großen Eimer zu füllen. Die Mannschaft mit der größten Zielgenauigkeit sicherte sich anschließend beim Federballspiel die meisten Punkte, denn Federbälle galt es, durch Löcher mit hohen Punktzahlen zu schießen.

Eine Gaudi für die teilnehmenden Kinder der Mannschaften folgte danach beim Schokokussessen. Mit auf dem Rücken verschränkten Händen musste ein auf dem Tisch stehender Schokokuss gegessen werden. Ausreichende Servietten standen anschließend zur Verfügung.

Fast alle waren sehr gut drauf beim folgenden Eierlauf drauf, und nur sehr wenige Exemplare fielen bei dem Hindernislauf zu Boden. Die Eier zerbrachen allerdings nicht, denn sie waren hartgekocht. Auch Bürgermeister Edwin Schneider absolvierte den Parcours mit Bravour.

Teamgeist und immer ein klares Kommando war dann fast der Erfolg beim Skilauf, denn jeweils fünf Teilnehmer auf einem langen Ski mussten eine gewisse Strecke bewältigen.

Teilweise richtig feucht wurde es dann nochmal beim letzten Spiel. Ein Tablett mit drei Becher Wasser galt es, über Kopf von einem zum anderen Ende einer Bank zu transportieren.

Spannend dann das Warten auf das Endergebnis. Mit einer Gesamtzahl von 59 Punkten siegte die Mannschaft Unter-Seibertenrod vor den Rebgeshainer Erlebachstelzen mit 56 Punkten. Platz drei ging an die Gummibärenbande Wohnfeld/44 Punkte gefolgt von Ober-Seibertenrod/42, Ulrichstein/40, Kölzenhain/34, Dolles Dorf Feldkrücken/ 31 und den Helberschar Euln mit 23 Punkten. Für die ersten vier platzierten Mannschaften gab es Geldpreise. Alles in allem eine „runde Sache“, so die Meinung von Zuschauern und den beteiligten Mannschaften.

Zeitgleich fand auch ein verkaufsoffener Sonntag bei Daupert & Stein, Mode in Ulrichstein, statt. Sie präsentierten wieder modische Einzelteile mit Preisnachlässen.

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