Bericht des Schießwartes für die Saison 2011/2012

Schießwart Timo Kaiser

Schlagzeilen: 

+++ Neue persönliche Bestleistungen bei fast allen Schützen +++ Sensation bei den Kreismeisterschaften…Feldkrücken stellt erstmals den Kreismeister in der Schützenklasse +++ Und: Himmelhochjauchzend, fast zu Tode betrübt, am Ende gerettet weil die Tabelle nie lügt…

Wettkampfrunde in der Kreisliga

„Bonsai, was macht Ihr, seid ihr von allen guten Geistern verlassen…" So oder so ähnlich äußerte sich ein völlig entgeisterter Kreisschützenmeister Marcus Stock nach dem 3.Wettkampftag im Rahmen eines Telefonates.

Grund dafür war sein Blick auf die Tabelle der Kreisliga. Hatte seine Frau nach dem Abstauben etwa den Bildschirm falsch herum auf den Schreibtisch gestellt, hatte er sich einen Computervirus eingefangen oder Stand Feldkrücken tatsächlich mit 6:0 Punkten oben an der Tabellenspitze???

Er wagte sich naturgemäß nicht, seine Frau anzusprechen, also rief er folglich direkt bei Microsoft an um die Computerpanne beheben zu lassen. Ohne Erfolg, er wurde lediglich gefragt: „Herr Stock haben Sie getrunken???“

Dies bejahend rief er folglich im Anschluss eben mich an. „Markus, Du hast zwar wieder getrunken, aber auch ein nüchterner Blick auf die Tabelle lässt Feldkrücken fröhlich von der Tabellenspitze grüßen.“Man verblieb am Ende des Gespräches, dass die Pressestelle des Vereins Herrn Stock zur Beruhigung einige Autogrammkarten der 4 Schützen übersenden würde.

Ja, Erstaunliches spielte sich da im Herbst des vergangenen Jahres ab.

Wettkampfticker

Gleich zu Beginn hatte man auswärts den klaren Favoriten aus Fraurombach geschlagen. 3:2 hieß es am Schluss, da man im Mannschaftsergebnis knapp mit 7 Ringen die Nase vorne hatte. Monika und Björn sicherten mit guten Leistungen die 2 Einzelpunkte in den Mann gegen Mann Duellen.

2. Wettkampf. Auch Bonsai erwachte endlich aus dem Spätsommerschlaf und holte zusammen mit Monika die 2 Einzelsiege. Wieder musste das Gesamtergebnis entscheiden. Nichts für schwache Nerven… Diesmal waren es nur 4 Ringe. Sieg! Die Punkte blieben in Feldkrücken.

Dann der Wettkampf in Crainfeld. Diese Mannschaft hatte das Jahr zuvor noch in der Gauliga geschossen. Jetzt rechneten alle mit der längst überfälligen Packung. Endergebnis: Crainfeld 1, Feldkrücken 4. Angeführt von einer glänzend aufgelegten Monika Rühl mit 381 Ringen holten auch Björn und Steffen mit starken Leistungen die Einzelpunkte. Bonsai war auf 1 schießend chancenlos gegen den sehr gut aufgelegten Andreas Graulich.

Jetzt hatte das ganze tatsächlich sensationelle Formen angenommen. Feldkrücken weiterhin ungeschlagen. Vergleichbar etwa mit dem vielleicht bekannten Skispringer Eddi the Eagle der plötzlich ein Skispringen gewinnen würde.

Herr Stock war jedenfalls entgeistert jedoch auch begeistert zugleich, was er mit einigen Zeitungsartikeln unsere Mannschaft betreffend auch zum Ausdruck brachte. (weiterer Artikel)

Der Klassenerhalt, das große und einzig erreichbare Ziel war nach 3 Wettkämpfen schon zum Greifen nahe. Noch ein Wettkampf gewinnen und man war gesichert. Das sollte in den noch folgenden 7 ausstehenden Wettkämpfen trotz starker Konkurrenz zu machen sein.

4. Wettkampf. Gegner: Rebgeshain. Die Aussichten waren gut. Nein ich meine hiermit nicht die Aussicht unserer Mannschaft. Vielmehr befinden wir uns mit dieser Aussage bereits mitten im 4. Wettkampf. Gemeint ist Hr. Bernhardt, der auf Position 4 gegen die Linksschützin Daniela Gerbig eine ganz hervorragende Aussicht genoss. Zumindest wenn er geradeaus schaute und nicht auf seine Karten.

Seine Blicke und seine Gedanken kreisten wohl um große Berge wie den Großglockner und tiefe Täler. So sah dann auch sein Schussbild aus. Ein Schuss ganz oben einer ganz unten und wieder hinauf und wieder hinab.

Böff verlor am Ende klar mit 350 zu 359 Ringen. Steffen war merklich gehemmt und anscheinend nicht frei aufschießen dürfend. Er gewann glücklich mit dürftiger Leistung. Bonsai kämpfte die Top-Schützin in dieser Klasse Carolin Rausch 384 zu 383 nieder. Feldkrücken führte 2:1. Dann aber das Drama: Monika Rühl schoß gute 377 Ringe, Ringgleich mit Carmen Rausch-Orth. Die letzte Serie wurde herangezogen Monika hatte die schlechteren 10 Schuss aufzuweisen und verlor. 2:2 Nun war das Mannschaftsergebnis wieder gefragt. Feldkrücken 1477 Rebgeshain 1479. Eine vermeidbare Niederlage. Geschlagen zogen der Bergsteiger und der Gehemmte von Dannen.

Ab diesem Wettkampf war der Wurm drin. Niederlage folgte auf Niederlage. In der Tabelle rutschte man immer weiter ab. Der Abstiegskampf war wieder da. 4 Mannschaften kämpften in der Folge um den Klassenverbleib. Alle waren so dicht beieinander, dass es jeden treffen konnte.

Die Angst ging um. Konnte man das Ruder wieder in die richtige Richtung herumreißen. Es schien fast so, als wenn man sein Pulver im wahrsten Sinne des Wortes in den ersten 3 Wettkämpfen verschossen hätte.

Es kristallisierte sich heraus dass es im vorletzten Wettkampf um die Entscheidung gehen würde. Wieder gegen Rebgeshain. Oh je und das mit dem Bergsteiger und dem Gehemmten!

Was den Bergsteiger betrifft hatte man jedoch durch einen klugen Schachzug die hügligen Gedanken aus dem Kopf entfernen können. Ein mehrmaliger Besuch beim Bergdoktor nämlich hatte für Besserung gesorgt. Der Kopf war wieder frei. Björn setzte nach der Rebgeshain-Niederlage im Laufe der Runde zu individuellen Höchstleistungen an. Einigen Wettkämpfen Anfang 370 setzte er schließlich mit 375 Ringen und einer neuen persönlichen Bestmarke noch einen drauf und holte wichtige Einzelpunkte in den direkten Duellen.

Auch gegen Rebgeshain behielt er die Nerven, gewann solide gegen den Großglockner. Der Gehemmte hatte sich wohl zwischenzeitlich paartherapeutisch betreut einige Freiheiten in der Beziehung zurückerkämpft und schoss solide 377 und gewann ebenfalls. Auf Position 1 ging’s wieder mal Kaiser gegen Rausch. Erneut 384 Ringen von Bonsai konnte Carolin nur 381 Ringe dagegen halten. Der Sieg stand bereits fest, aber die Grande Dame der 1. Mannschaft, Monika, musste wie so oft das letzte Wort haben. Nach 385 Ringen, einem neuen persönlichen Rekord, kam der allseits bekannte Spruch: „Uunn Jungs, hab ich Euch wieder gezeigt wie’s geht?! 5:0, Klassenerhalt doch noch gesichert! (weiterer Artikel)

Im letzten Wettkampf ging es eigentlich nur noch darum gegen den Tabellenführer möglichst schadlos und nicht blamiert den Wettkampf zu beenden. Björn Steffen und Moni schossen recht solide bis gut. Plötzlich hatte die Mannschaft sogar den Sieg gegen den FC Barcelona  der Kreisliga vor Augen. Wenn, ja wenn Bonsai mit indiskutablen 369 Ringen nicht der schlechteste Schütze seiner Mannschaft gewesen wäre. Am Ende war das schlechte Einzelergebnis nicht nur der Grund für die 2:3 Niederlage, sondern auch Anlass für entsprechenden Hohn und Spott. Inhaltlich können Sie diese Verbalattacken in einer anwaltlichen Gegendarstellung und Unterlassungsklage meines Rechtsanwaltes nachlesen.

Saisonende. Der Blick auf die Tabelle zeigt Feldkrücken verdient auf Platz 4 und zeigt auch wie eng alle Mannschaften dort unten beieinander liegen.

Rundendurchschnitt

Beim Rundendurchschnitt hatte in diesem Jahr Bonsai mit 377,0 Ringen knapp die Nase vorne. Die Grande Dame Monika folgt mit 376,4 und einem neuen persönlichen Rekord nur knapp dahinter. Der Gehemmte konnte seine letztjährige Spitzenposition aus beziehungstechnischen Gründen nicht verteidigen. Mit 372,8 verliert er im Vergleich zum Vorjahr satte 4 Ringe behält jedoch die guten Aussichten für den Privatgebrauch. Björn stellt ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung auf und landet am Ende bei 365,9 Ringen.

Im Mannschaftsergebnis schoss man durchschnittlich 1492 Ringe, ebenfalls der beste Wert aller Zeiten und Indiz für eine sehr geschlossene und starke Mannschaftsleistung in eine der stärksten Kreisligen in ganz Hessen.  

Schülermannschaft

Beim Schützennachwuchs gibt es endlich auch wieder etwas zu vermelden. Erstmals seit vielen Jahren konnte man wieder eine Schülermannschaft an den Start bringen, welche sich auch sehr wacker schlug. Am Ende landete die junge wilde Horde auf Platz 3 der Tabelle.

Erfreulich hierbei die Entwicklung. Angeführt von Nico Frank der seine Bestleistung im Laufe der Saison auf 158 Ringe schrauben konnte kann auch Noel Müller mit eine Bestleistung von 152 Ringen stolz auf die Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate sein. Komplettiert wird die Mannschaft von Roy Stuart welcher mit einer Bestleistung von 141 Ringen aufwarten konnte.

Im Training wurden die Bestleistungen gar noch etwas übertroffen. Spitzenreiter ist auch hier Nico Frank, welcher kürzlich die magische Grenze von 160 Ringen – aufregungsbedingt in den letzten Schuss mit voller Buchse - knacken konnte.

Insgesamt also Grund genug zur Freude. Wir haben wieder einige hoffnungsvolle junge Leute. Die Anschaffung der teuren Schießbekleidung und die insgesamt hohen Unterhaltungskosten haben sich gelohnt. Wir haben vernünftiges Material zur Verfügung gestellt und die Jungs haben es mit Leistung zurückgezahlt.

Neben der Stammtruppe wuseln und trainieren mittlerweile auch noch Nicos Schwester Lara Frank, Marie Faust, und Lennart Schaaf am Schützenstand. Auch hier haben sich innerhalb weniger Wochen durch zielgerichtete Trainingseinheiten gute Ergebnisse entwickelt. In den nächsten Wochen werden voraussichtlich dann weitere größere Investitionen in Ausrüstung und Bekleidung anstehen, welche sich die Jungschützen redlich verdient haben.

Stadtmeisterschaften

Die Stadtmeisterschaften in Wohnfeld brachten uns im vergangenen Jahr den überlegenen Mannschaftssieg in der Schützenklasse sowie in der Schülerklasse. Zudem gewannen Nico Frank und Bonsai die jeweiligen Einzeltitel in diesen Klassen. Im Finalschießen konnten die Kaiser-Brüder diesmal gegen Carolin Rausch nichts ausrichten und landeten letztlich auf den Plätzen 3 und 4.

Kreismeisterschaften

Historisches ereignete sich am 22.01.2012. Kreismeisterschaften in Wallenrod. Was dort nach 40 Schuss auf der digitalen Anzeige der Auswertmaschine zu sehen war, ließ Marcus Stock erneut die Fassung verlieren. Timo Kaiser 390 Ringe mit persönlichem und Vereinsrekord. Im starken Teilnehmerfeld konnte keiner mehr diesen Wert erreichen.

Das Finalschießen fiel an diesem Tag mangels Teilnehmer aus. Timo hätte daran nicht teilnehmen können, da er einen anderen Termin wahrnehmen musste. Somit war das Ergebnis aus dem Vorkampf entscheidend und Feldkrücken hat erstmals einen Kreismeister in der Schützenklasse. (weiterer Artikel)

An dieser Stelle nochmals die ausdrücklich Erwähnung der 2 einzigen Schützen die zum Zeitpunkt des Finals anwesend waren. Beide Schützen verzichteten aufgrund des großen Vorsprunges, den Timo eigentlich im Finale gehabt hätte, auf ein 2er Finale. Sportlich eine sehr hoch anzurechnende Geste.

ABC-Pokal

Beim A-Pokal am 09.02.2012 konnte man in der Mannschaftswertung einen sehr erfreulichen 3.Platz erringen.  Zudem gewann man den Preis der „Lang-Sitzer“ sowie den Dummschwätzer-Gesamtpreis und war zeitweise und zu fortgeschrittener Stunde auch Alleinherrscher über die Kneipenlokalität in Lanzenhain.

Eine aufregende Runde muss zudem aufgearbeitet und sollte nachbesprochen werden. Dies taten wir unter zu Hilfenahme des Kreissportleiters Stock passender Weise anschließend in seinen Privatgemächern. Das Klärungs- und Mitteilungsbedürfnis war ausgiebig und umfangreich, sodass man gegen 2 Uhr in der früh übereinstimmend beschloss, in die angeregte Diskussionsrunde auch den Kreisschützenmeister Möller einzubeziehen. Dieser war leider mehrfach telefonisch nicht erreichbar, so dass wichtige Nachrichten und dringend Wissenswertes ausgiebigst in mehreren Bandnachrichten übermittelt werden mussten.

Man geht davon aus, dass aus Sicht des Schützenbruders Möller noch Rückfragen zu der einen oder anderen Bandansage entstanden sind. Man wird sehen… Nicht überliefert ist bis zum jetzigen Zeitpunkt, ob die teils äußerst lautstarke Nachbetrachtungen der Wettkampfrunde, den weiblichen Haushaltsvorstand im Hause Stock dazu veranlasst haben, Herrn Stock ein anderes Schlafgemach für die restliche Nacht zuzuteilen. Ebenfalls nicht bekannt wurde, ob sich sonstige innerfamiliäre Konsequenzen etwa in Form einer letztmaligen Abmahnung für Herrn Stock ergaben. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr groß.

Bericht des Schießwartes für die Saison 2010/2011

Schießwart Timo Kaiser

Schlagzeilen vor Beginn der Wettkampfrunde

+++ 2. Mannschaft löst sich auf  +++ Der Nachwuchs steckt noch in den Kinderschuhen und kann nicht helfen  +++  1. Mannschaft daher im Abstiegskampf auf sich alleine gestellt +++  

… September des Jahres 2010 n. Chr.: Die Wettkampfrunde in einem der stärksten Schützenkreise des Landes Hessen steht an. Feldkrücken I schießt im 30. Jahr der Vereinsgründung erstmals in der höchsten Klasse des Schützenkreises 64. Ein aus sportlicher Sicht grandioses Ereignis.

Jedoch:

Die 2. Mannschaft hatte sich gerade aufgrund diverser privater Bindungen aufgelöst und trat zu meinem größten Bedauern erstmals nicht mehr zu den Rundenwettkämpfen an. Ein schwarzer Tag für unseren Verein…    

Auch das Interesse im Verein an der größten sportlichen Herausforderung der Vereinsgeschichte war nur sehr vereinzelt spürbar.  So waren es Wenig, die die dramatischen Momente der Wettkampfrunde begleiteten, die Höhen und Tiefen miterlebten.  

Meines Erachtens Grund genug die 1. Mannschaft betreffend etwas weiter auszuholen. Auf die sportlichen Begebenheiten komme ich im Anschluss wieder zurück…  

Beruflich vorbelastet haben Arbeitsplätze für mich einen hohen Stellenwert. Ich möchte daher heute zunächst einmal den Arbeitsplatz I. Mannschaft vorstellen.    

Würde man demnach Vergleiche mit dem Berufsleben anstellen und wäre ein Arbeitsplatz in der 1. Mannschaft zu vergeben, so könnte die Stellenausschreibung in der Zeitung ungefähr so aussehen:  

Wir bieten: Eigentlich sicheren Arbeitsplatz; Konkurrenz in der eigenen Firma ist nicht mehr vorhanden. Interne Stellenausschreibungen versprechen kaum Erfolg.   

Wir suchen daher: Einen bis an die Grenzen belastbaren Mitarbeiter für ein sehr  kleines familienähnliches Unternehmen, welches für seine Verhältnisse in den letzten Jahren bereits überdurchschnittlich gut gearbeitet hat.

Aufgrund mangels Arbeitskräfte- und Nachwuchskräfte in der eigenen Firma jedoch stärker denn je vor der Schließung steht. 

Einstellungsvoraussetzungen:

Zwingend erforderlich sind: Absolute Nervenstärke in dauerhaft schwierigen Lagen, denn unsere Firma versucht beharrlich mit den Großen mitzuhalten oder diese zu überholen und arbeitet über dem eigentlich Machbaren. Hat man Größere endlich hinter sich gelassen und versucht man sich dann mit den absoluten Großkupfernen einzulassen, befindet man sich sogleich im Kampf um die Daseinsberechtigung – anders ausgedrückt im Kampf um das Existieren auf diesem Niveau.  

Wir können uns daher keine Schwankungen Ihrer Arbeitsleistung erlauben, denn diese  führen zwangsläufig fast immer zum sofortigen Abstieg im sozialen Gefüge.  

Die Firma befand sich in den letzten Jahren ausnahmslos in diesen nervenaufreibenden Konkurrenzkämpfen. Normale Jahre mit normaler Belastung gibt es bei uns nicht!  

Das ist Ihnen zu stressig? Dann bewerben Sie sich lieber in der Yoga-Firmenzentrale dort arbeitet es sich entspannter.  Sie haben keinen Urlaubsanspruch.

Kurzfristige Krankheiten oder Abwesenheiten vor wichtigen Ereignissen sind ebenso weder erwünscht noch können wir diese verkraften. Sie könnten die Ergebnisse eines ganzen Jahres zunichte machen. Sie müssen daher, ob krank oder nicht, immer anwesend sein!  

Bitte bewerben Sie sich daher keinesfalls, wenn Sie gedenken in den nächst 10 Jahren einmal krank zu sein.   

Wir stellen auch Personal mit längerer Anreise zum Arbeitsort ein.  Sie reisen also vor wichtigen dienstlichen Ereignissen zur Hauptverkehrszeit aus dem Rhein-Main Gebiet an? Schön,... aber Ihr Problem und wehe Sie verspäten sich.

Sollten Sie nicht pünktlich zum vereinbarten Abfahrtszeitpunkt des Firmenbusses  erscheinen, müssen Sie auf eigene Kosten nachreisen. Naja, sollte ja kein Problem darstellen, schließlich haben die anderen Arbeiter ja den Firmenbus auch selbst bezahlt und tragen die Fahrtkosten zum wechselnden Arbeitsort selbst. 

Weitere Pflichtaufgaben Ihrer Tätigkeit:

Sie sind automatisch Mitglied des Firmenvorstandes. Das Ausrichten zahlreicher firmeneigener Veranstaltungen zwecks Sicherstellung der wirtschaftlichen Existenz des Unternehmens sehen wir als Selbstverständlichkeit an. 

Nein, auch da können Sie weder krank sein noch Urlaub nehmen…  

Gehälter werden bei uns grundsätzlich nicht gezahlt. Sie arbeiten für uns… Wir sorgen als Gegenleistung dafür, dass Sie immer genug zu tun haben.  

Übrigens: Wir haben keine Sekretärin: Sie müssen also ggf. zu erstellenden Schriftverkehr oder Jahresberichte selbst verfassen. Und geben Sie sich Mühe dabei…   

Nun denn… es gibt wahrlich schönere Arbeitsplätze auf dieser Welt…  

Und trotzdem hält der Arbeitstrupp Feldkrücken I von i.d.R. 4 Personen zusammen. Zieht sich in schwierigsten sportlichen Situationen gegenseitig aus dem Schlamassel und erreicht Jahr für Jahr immer wieder Dinge, die ich vor Jahren nicht für möglich gehalten hätte.  

Für all die Mühen insbesondere der Doppelbelastung des sportlichen und des zusätzlichen Einsatzes bei Festen, der u n z ä h l i g e n Teilnahme an auswärtigen Schützenausmärschen, um den Kirmes-Schützenausmarsch weiterhin aufrecht zu erhalten, gebührt den 4 aufopferungsvollen Kriegern an dieser Stelle, so meine ich, die ausdrückliche Hochachtung aller. Ich kenne nicht ansatzweise Schützenschwestern und -brüder anderer Vereine, die in ähnlicher Weise zur Erhaltung des Vereines so viel Zeit und Herzblut investieren oder investieren müssen.      

Unter diesem Eindruck nun die dazugehörigen sportlichen Eindrücke dieser Saison.  

Mulmig war den 4 Schützen vor der Saison zumute. Keiner durfte ausfallen, denn die „Zweite“ hatte ja bekanntlich keine Mannschaft an den Start gebracht. Auch war das Niveau so hoch, dass bei Ausfall eines Schützen die Mannschaft chancenlos sein würde.    

Zudem wurde und wird nur in dieser Klasse im sogenannten „Mann gegen Mann“-Modus angetreten. D.h. jeder der 4 Schützen hat einen direkten Gegner. Der beste Schütze tritt gegen den Besten des anderen Vereins an, der 2. gegen den 2., etc…. Der Gewinner erhält jeweils einen Punkt für die Mannschaft. Neben diesen 4 Punkten aus den Einzelduellen wird noch ein weiterer – der 5. Punkt – für den Vergleich der geschossenen Gesamtringzahl des Mannschaftsergebnisses vergeben.  Der höchstmögliche Sieg ist demnach ein 5:0; der knappste ein 3:2.  

Die anderen Mannschaften kannten diesen Modus natürlich, für uns eine neue nicht einfache Situation.  Eine weitere Unbekannte: Unsere frisch renovierte Heimschiessstätte, welche bis zum Renovieren für die anderen Vereine verteufelt erscheinen musste… immerhin waren wir 2 Jahre auf heimischem „Geläuf“ ungeschlagen geblieben. 

Man ahnt es… Es war einmal!! 

Denn gleich im ersten Aufeinandertreffen gegen Lanzenhain hagelte es eine 5:0 Klatsche. Den Aufmerksamen unter den Zuhörern ist klar: Höher kann man nicht verlieren und das auch noch zu Hause.

Oh je, nicht Einer hatte Normalform erreicht. Bonsai zudem noch selbstverschuldete Probleme an seinem Gewehr verursacht und indiskutable 354 Ringe auf die Scheiben gebracht.  

Dies seltsamerweise blieb im Verein nicht ungemerkt, sah er sich doch folglich diversen Mobbingattacken von Vereinsmitgliedern ausgesetzt.  

Zweiter Wettkampf: Neues Spiel altes Leid: Endergebnis Feldkrücken 0, Lauterbach 5.  Lediglich die Einzelergebnisse hatten sich verbessert, was etwas Mut für die Zukunft machte. Insbesondere Steffen, der mit 380 Ringen aufwartete, konnte überzeugen und schoss ab diesem Wettkampf bis zum Ende der Saison auf Position 1.   

Der in diesem Duell für Björn Bernhardt als Ersatzmann eingesprungene Rainer Schleuning machte seine Sache gut, war aber naturgemäß auf Position 4 gegen die stark besetzte Kreisstadttruppe chancenlos. 

Im 3 Wettkampf die 3 Niederlage diesmal aber nur 2:3.  Der 4 Wettkampf: Jetzt begann der Abstiegskampf richtig. Der größte Rivale, bis dahin ebenfalls ohne Punkte geblieben, reiste an. Unter Schwarz… Und sie sollten ihr schwarzes Wunder erleben:  

Unter großer Anspannung wurde der Gegner niedergerungen. Teilweise mit nur einem Ring Vorsprung  in den Einzelduellen, hieß es am Ende 4:1 für Feldkrücken. Grandios insbesondere das Ergebnis von Steffen, der 385 Ringe auf die Scheiben brachte.  

Die Wettkämpfe 5-8 gingen in der Folge verloren. Erwähnenswert war lediglich, dass sich der in den ersten Wettkämpfen schwache Björn Bernhardt steigerte und zumindest einen Einzelpunkt in den direkten Duellen erringen konnte.  

Auch Bonsai hatte mit neuem Material ausgestattet, endlich in die Spur gefunden. Den Wettkampf gegen Fraurombach schloss er folglich mit seiner Saisonbestleistung von 387 Ringen ab und hatte sich endgültig aus dem Tal der schwachen bis durchschnittlichen Leistungen herausgeschossen.  Dafür waren Steffen in ein kleines und Monika in ein größeres Tief hineingeschlittert.  

Ein schlechter Zeitpunkt. Denn es stand im 9. von 10 Wettkämpfen wieder das absolute Abstiegsduell gegen Unter Schwarz an. Zu allem Übel hatten sich die dortigen Schützen in der Saison enorm gesteigert und mittlerweile 2 Wettkämpfe gewonnen. Feldkrücken war wieder auf den letzten Tabellenplatz gerutscht.  

Das Nervenkostüm war wieder zum Zerreißen angespannt. Würde man diesen Wettkampf verlieren, stand der Abstieg fest. Ein Sieg musste her.  

Zwischen Herzflattern und Herzstillstand war alles dabei. Minuten dauerte es bis sich Körper und Geist mit der Anspannung zu Recht fanden. Doch beiden Mannschaften erging es so.  

Wer würde seinen Puls am Ehesten in den Griff bekommen…Das Knistern auf dem Schießstand Unter Schwarz war greifbar, die absolute Ruhe tat ihr Übriges.  Irgendwann, 40 Schuss und gefühlte 5 Stunden später. Ende des Wettkampfes!  Aus aus aus.  

Die Körper von der Anspannung noch vollgepumpt mit Adrenalin ging’s zu den Auswertmaschinen. Björn 359 Ringe, deutlich zu wenig – Duell klar verloren. Dann Moni. Monika 379 Ringe. Sieg! Die Nerven des Gegners hatten nicht Stand gehalten. Sie gewinnt ihr Duell mit 21 Ringen. Bonsai 382 Ringe. Der nächste Einzelpunkt; sein Gegner konnte mit 374 nicht mithalten. Nun Steffen: Sieg mit 377 zu 373. Jawolljaaa!!

Auch in der Gesamtringzahl liegt Feldkrücken vorne und gewinnt mit Saisonbestleistung auch diesen Punkt. 4:1 heißt es am Schluss.  Abstieg zunächst abgewendet. Puuuhhhhh!!  

Nun der letzte Wettkampf. Eigentlich den Klassenerhalt schon gesichert, erfuhr man kurz vor Wettkampfbeginn vom Gegner Hartershausen, dass ggf. auch der Vorletzte absteigen muss. Vorletzter – scheiße, dass waren WIR.  

Bis zum Vortag waren wir noch glücklich über diesen Platz.  Jetzt mussten wir Vierter werden. Und das ginge nur, wenn wir mindestens 4:1 gegen den heutigen Gegner gewinnen würden. Verdammt noch mal, eigentlich sollte das Ganze doch zum Schaulaufen werden, wir waren doch gesichert. 

Da war es wieder das Adrenalin, der Puls, all die schönen Sachen, die man beim Versuch des ruhigen Zielens verteufeln könnte.   

Doch die Nerven hielten… Zumindest bei uns. Sensationell was am Ende die digitale Anzeige der Auswertmaschine aufzeigte: Steffen 384 Ringe, Bonsai 382 Ringe und Monika mit neuer persönlicher Bestleistung ebenfalls 382 Ringe schossen grandiose Ergebnisse und ließen ihre viel höher eingeschätzten Gegner mit 1, 2 sowie 6 Ringen Differenz jeweils knapp das Nachsehen. Selbst Björn mit schwachen 357 Ringen konnte sein Duell gewinnen, da sich das Nervenkostüm seiner Kontrahentin wohl in Vorruhestand verabschiedete. 

5:0 unglaublich. Die Tabelle zeigte und zeigt bis heute Feldkrücken auf einem sensationellen 4. Platz… M.E. mindestens genauso hoch anzusiedeln wie der Aufstieg vor einem Jahr… Doch nur Wenige hatten’s mitbekommen – Schade!!! 

Nichts desto trotz soll der Klassenerhalt noch gefeiert werden. Ich rege an dieser Stelle eine Ein-Tages-Fahrt zum KSL Markus Stock an. Interessierte wenden sich nach dem offiziellen Teil bitte an mich. Gesucht wird auch noch eine freiwillige Person möglichst weiblicher Natur, welche sich an diesem Tag um die Noch-Ehefrau von Markus Stock kümmert.  

Stadtmeisterschaften: 

Bei den letztjährigen in Feldkrücken stattfindenden Stadtmeisterschaften konnten wir 3 Titel erringen.  

Einem klaren Sieg in der Mannschaftswertung folgten Einzelsiege in der LP Klasse durch Timo Kaiser, sowie der lang ersehnte Sieg von Timo im Finalschießen. Knapp dahinter folgte Steffen als Zweitplazierter (man sagt auch erster Verlierer zu diesem Platz).  

Kreis- und Gaumeisterschaften:

Im Ergebnisgleichklang absolvierten Steffen und Timo die beiden Meisterschaften. 

Auf Kreisebene schossen beide 380 Ringe und kämpften zwar weniger um die Podestplätze, dafür aber viel mehr um Ranghoheit in der Familie. Außerdem galt es für die beiden ja auch die Zuschauer mit entsprechenden Kommentaren im Bruderkampf zu unterhalten.  

Das Ergebnis des Duells ist dem Schreiber altersbedingt leider entfallen.  

Auf Gauebene schossen beide ebenfalls gute Ergebnisse: Mit 379 Ringen verpassten Sie das Finale nur hauchdünn und landeten auf den Plätzen 9 und 10. Die Reihenfolge ist wiederum nicht mehr hundertprozentig herzuleiten. Das fortgeschrittene Alter des Schreibers tut hierbei sein Übriges.    

Ich möchte meinen diesjährigen Bericht schließen. Verbunden mit der Hoffnung und dem Schlenker Arbeitsplatz 1. Mannschaft, dass ich nächstes Jahr auch etwas über den früher einmal sehr lustigen, geselligen, trinkfesten Arbeitsplatz 2. Mannschaft schreiben darf. 

Hoffentlich kommt es nicht so weit, dass wir bei Ausfall eines Schützen der 1. Mannschaft Zeitarbeitsfirmen kontaktieren müssen, sondern viel mehr auf bewährtes Personal aus einer intakten 2. Mannschaft setzen können.

Bericht des Schießwartes für die Saison 2009/2010

Vom Winde verweht, Teil 3.
heute: Vom Winde verweht, doch der Wind hat gedreht.

Im letztjährigen Sportbericht erwähnte der Schießwart unvorhersehbare Winde auf dem Schießstand des SV Lanzenhain, welche dem Schützen Bernhardt reihenweise die Schüsse Richtung Nirwana abgetrieben hatte.

Die 1. Mannschaft verlor den damaligen Wettkampf und konnte trotz Aufholjagd in der Rückrunde den Spitzenreiter aus Wallenrod nicht mehr abfangen. Der Aufstieg in die Grundliga war sprichwörtlich vom Winde verweht.  Ärgerlich, trotzdem fühlte man sich als Zweitplazierter als der Sieger der Herzen, hatte man doch den besten Rundendurchschnitt der Vereinsgeschichte geschossen, in vielen Duellen Nervenstärke gegen teils gleich starke Gegner bewiesen und letztlich den Aufsteiger aus Wallenrod auf heimischem Stand eine empfindliche Niederlage beigefügt.

Doch die Mühen sollten unerwartet nachträglich belohnt werden. Der Wind wehte einige Tage nach Rundenabschluss plötzlich in die richtige Richtung. Aufgrund einiger Verschiebungen in der Kreisklasse ergaben sich auch Veränderungen in unserer Klasse mit der Folge, dass der Zweitplazierte, nämlich wir zum Aufstieg in die Grundliga zugelassen wurden. Geile Sache. Zum 3. Mal in die Grundliga.

Die Kenner der Szene wissen jedoch wie die beiden letzten Gastspiele in der Grundliga ausgingen. In Anlehnung an den bekannten Liedtext "Beim erstem Mal tat's noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr..." konnte man im ersten Jahr nicht einen Punkt auf die Habenseite bringen. Nach dem Ab- und Wiederaufstieg konnte man zumindest einen Wettkampf gewinnen. Doch letztlich stieg man erneut sang - und klanglos ab.

Nicht nur den Spöttern war klar ... auch beim 3. Mal geht's ab dem ersten Schuss nur um den Klassenerhalt. Was jedoch ab September - nicht zuletzt auf dem heimischen Stand - passierte, gleicht einer Sensation.

Nachfolgend einige Auszüge aus den Grundligawettkämpfen.

Startschuss in Rimbach, dem wahrscheinlichsten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Ergebnis: Feldkrücken überlegener Sieger mit 1503 Ringen, neuem Vereinsrekord und neuer persönlicher Bestleistung von Steffen mit 380 Ringen.

Das hatte gesessen. Im Freudentaumel versuchte man sogleich zu fortgeschrittener Stunde den allseits bekannten Kreissportleiter (KSL) Marcus Stock über die baldige Ankunft der l. Mannschaft in seinem Hause zwecks Feier des Vereinsrekords zu informieren. Trauriger weise kam man jedoch über seine Vorzimmerdame und zugleich Ehefrau nicht hinaus.

Der 2. und 3. Wettkampf (beide auswärts) gingen fast standesgemäß verloren.

Doch nun zündete der Heimtornado und wirbelte die gegnerischen Mannschaften reihenweise durch die Luft. In 5 Heimwettkämpfe am Stück blieb man ungeschlagen. Und schoss erneut gegen Rimbach, mit 1506 Ringen den 2. Vereinsrekord der Saison. Das Steffen einen neuen Lieblingsverein gefunden hatte zeigte sich spätestens jetzt. Denn erneut schoss er gegen Rimbach persönliche Bestleistung, 385 Ringe…sensationell.

Die Festung Schützenhaus Feldkrücken steht weiterhin. Über 2 Jahre ist man nunmehr auf heimischem Geläuf unbezwungen. Nicht einen Punkt konnten die Gegner in dieser Zeit mit nach Hause nehmen. Nicht zuletzt der erneute Heimsieg gegen den Dauerrivalen und Favoriten Wallenrod ließ bereits zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch Superlativen für die erbrachten Leistungen finden.

Randbemerkung zum Wettkampf gegen Wallenrod (dem FC Bayern des Schützenkreises): Die Zeitspanne zwischen dem Feststehen des Ergebnisses und dem Verlassen des Schützenhauses betrug handgestoppt 15,3 Sekunden. Dies bedarf keiner weiteren Ausführungen.

Auch die Freundin von Steffen wurde mit ihrer Rebgeshainer Mannschaft und einer derben Niederlage zurück an den heimischen Herd befördert.

2 Wettkämpfe standen noch aus. Feldkrücken lag auf Platz 2, der Klassenerhalt war längst gesichert, man hatte Tuchfühlung zum Tabellenführer aus Wallenrod. Sogar der Aufstieg schien möglich.

In Wernges stand man aber von Beginn an auf verlorenem Posten. Die heimischen Schützen schossen mit Abstand ihren besten Wettkampf der Saison, eine durchschnittliche Leistung unserer Truppe reichte an diesem Tag nicht aus. Vorbei, die Sensation schien verpasst. Doch vor dem letzten Wettkampf nahm der Wahnsinn seinen Lauf.

Der Spitzenreiter aus Wallenrod verzichtete einen Tag vor unserem letzten Wettkampf unerklärlich und vorzeitig auf den Aufstieg in die Kreisklasse. Das bedeutete: Sollte Feldkrücken den letzten Wettkampf gewinnen, würde man als Zweitplatzierter aufsteigen. Bei einer Niederlage würde man zurückfallen ins Niemandsland der Tabelle...gleichbedeutend mit dem Verbleib in der Klasse. Viele im Verein erfuhren von der neuen Ausgangslage und dem Hintertürchen zum Aufstieg...doch 4 im Verein wussten es nicht.

Die 4 Schützen der ersten Mannschaft! Sie gingen völlig ahnungslos an den Stand des Schützenvereins Herbstein und spulten Ihr 40-Schuß-Programm ab. Alles schien normal zu sein. Bis die Auswertung begann.

Die Auswertmaschine zeigte bei Timo 384, bei Steffen 382, bei Moni eine neue persönliche Bestleistung mit 380 Ringen trotz einer 6 und bei Björn 373 Ringe. Zusammen 1519 Ringe, der alte Vereinsrekord wurde pulverisiert und um 13 Ringe gesteigert. Die Mannschaft aus Herbstein mit sage und schreibe 100 Ringen geschlagen.

Fast zeitgleich wunderten sich die 4 Schützen über das rege Interesse des 1. Vorsitzenden Friedel Faust am Endergebnis. Angeblich liefe eine Wette mit dem Vizechef Walter Müller. Spätestens jedoch als der KSL Marcus Stock telefonisch die wahren Gegebenheiten schilderte, war das Wunder von Feldkrücken der direkte Durchmarsch in die Kreisliga Realität.

Fast 30 Jahre nach Vereinsgründung schießt das kleine Feldkrücken ab September in der höchsten Klasse des äußerst stark besetzten Schützenkreises Lauterbach. Saugeil!

Höchstspannung auch in der Grundliga A3.

Die Schützen der 2. Mannschaft dümpelten zunächst Wettkampf für Wettkampf Richtung Abstieg. Von den ersten 9 Wettkämpfen konnte man nur einmal überzeugen und den Wettkampf gegen Stockhausen auch klar gewinnen. Doch sonst ... nur Niederlagen. Ein Blick auf die schwachen Ergebnisse warf die Vermutung auf, die die 2. Mannschaft wäre lediglich mit Platzpatronen ausgestattet worden.

Doch getreu dem Motto auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, hatte man vor dem letzten Wettkampf anscheinend doch die richtige Munition an Bord genommen. Der Gegner: Meiches bis dahin Vorletzter. Also, der große Showdown; Abstiegskampf pur. Die Bedingungen waren klar. Wollte man in der Klasse bleiben, musste man mit mindestens 26 Ringen Unterschied gewinnen.

Um das Ruder noch herumzureißen hatte man für den Abstiegskampf die Schießrentner Bianca Prosig und Heiko Müller reaktiviert. Ein guter Griff, wie sich zeigen sollte. Beide schossen im entscheidenden Wettkampf solide Ergebnisse.

Rainer Schleuning hatte wohl ein Mischpäckchen Munition erwischt und versehentlich wieder die ein- oder andere Platzpatrone verschossen. Doch alles sollte ein gutes Ende nehmen, denn es gab ja noch den Superrhiiiiiiieeeeeeeennnnn Thomas Rühl. Sage und schreibe 359 Ringe zauberte er auf die Scheiben. Sieg für Feldkrücken, die Differenz 44 Ringe; Klassenerhalt mit letzter Kraft doch noch gesichert.

Rundendurchschnitt

In der ersten Mannschaft konnte Timo Kaiser den ersten Platz mit 377,5 Ringen noch knapp vor Steffen Kaiser mit376,1 und Monika Rühl mit 375,1 behaupten. Steffen und Moni erzielten jeweils den besten Schnitt ihrer Karriere. Das Klassement der 2. Mannschaft führt Rentner Heiko mit 350,0 vor Super-Rhiien 341,4 und Rentnerin Bianca Prosig 341,0 an.

Stadtmeisterschaften 2009 in Rebgeshain
Zusammengefasst: Scheiße, nix gewonnen

Trotz hervorragender Ergebnisse im 20 Schuss-Programm konnten weder Steffen noch Bonsai mit ihren 191 Ringen im Finale der Stadtmeisterschaften etwas ausrichten.

Jürgen (Al)leinberger hatte seinem Namen alle Ehre gemacht und sich mit 194 Ringen und 3 Ringen Abstand von den anderen Schützen abgesetzt. Immerhin konnten die mittlerweile in Psycho-Spielchen geschulten Kaiser-Brüder die Psyche des Rebgeshainers anfänglich zum Wanken bringen. Steffen hatte nach 4 Schuss den Rückstand egalisiert und mit dem 5. Finalschuss die Führung gar noch ausgebaut.

Da Herr Alleinberger aber nicht gerne inmitten einer Gruppe weilt, schoss er folglich noch 4 Zehner und eine 9,8, lag nach dem 7 Schuss wieder an der Spitze und wurde schließlich doch Stadtmeister aller Klassen. Steffen wurde 2. Bonsai hatte lediglich psychologische Aufgaben im Finale zu erfüllen. Die Platzierung ist daher uninteressant.

Gute Leistungen konnten bei den diesjährigen Kreis- und Gaumeisterschaften verbucht werden. Bei den Kreismeisterschaften belegte man in der Mannschaftswertung einen guten 4. Platz. Im Einzel überzeugte Steffen mit 374 und Timo mit 379 Ringen. Bonsai konnte sich im schwach besuchten Finale sogar auf den 3. Platz vorschießen.

Bei den Gaumeisterschaften überzeugte Björn Bernhardt mit äußerst ansprechenden 373 Ringen. Bonsai schaffte mit 379 Ringen überraschend auch hier den Einzug ins Finale und zog sich den Unmut der beiden Schützenkollegen Steffen und Björn zu. Beide mussten ihren geplanten Frauendienst am Sonntagabend verschieben und das aus Feldkrücker Sicht durchaus spannende Finale abwarten und anschauen. Bonsai kämpfte sich auch hier im letzten Schuss noch auf Rang 3 vor. Bei Meisterschaften im Erwachsenenbereich der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Zudem bekam man wohl aufgrund des humorvollen Auftretens den Namen Dreigestirn verpasst. Ob dies ebenfalls als Erfolg zu werten ist, muss noch geprüft werden.

Fazit der Runde:

Dieses wurde von Timo spontan ausgeführt. Er stellte die Vermutung in den Raum, dass die guten Ergebnisse von Steffen und ihm damit zusammenhängen, dass beide in der vergangen Saison die Woche über von Ihren Frauen getrennt waren.

Bericht des Schießwartes für die Saison 2008/2009

Schießwart Timo Kaiser

Nachfolgend (in Auszügen) der Bericht des Schießwartes Timo Kaiser:

Vom Winde verweht, Teil 2!

Die eingefleischten Kenner der Szene erinnern sich ggf. noch an den Gruselfilm aus dem Jahre 2007. Gedreht wurde dieser Film nicht etwa in Hollywood sondern vielmehr auf dem idyllischen Schießstand des Schützenvereins Lanzenhain. Hauptdarsteller im damaligen Bestseller war: Der Wind ... welcher auf Stand 2 das Horrorszenario des verlorenen Aufstiegswettkampfes gegen den
SV Stockhausen einleitet.

Nicht selten kehrt in dieser Art von Filmen das Böse zurück an die frühere Stätte des grausamen Handelns. Und so geschah es, dass das Böse sich ein neues Opfer suchte. Um diesen leidgeprüfte Menschen mit diesem schweren Schicksal nicht zusätzlich bloßzustellen, möchte ich den wirklichen Namen an dieser Stelle nicht nennen, sondern im weiteren Verlauf meiner Ausführungen einen völlig nichts sagenden Codenamen benutzen. Einigen wir uns vielleicht auf ... Mr. Böff.

Der grausame Wind also, ... er muß ihm böse zugesetzt haben... nicht einmal, nicht zweimal, vielmehr fast eine ganze Stunde wurde Böff von diesem arglistigen Wesen befallen und drangsaliert. Wie sonst könnte man erklären, dass kaum ein Schuß auch nur annähernd den Weg ins Zentrum der Zielscheibe fand.

Doch dem nicht genug, das Böse ließ nicht ab von ihm ... nein ... es holte sogar noch seinen großen Bruder ... den allseits gefürchteten Orkan... welcher sogleich sein ganzes fieses Wirken entfaltete und einen Schuß von Böff so hart attackiert haben muss, dass dieser nicht einmal den Weg auf die Zielscheibe fand. Eine Fahrkarte. Die Angstschreie im Aufenthaltsraum des auf Großbildleinwand übertragenen Wettkampfes waren unüberhörbar... dass sich die Schreie wie schallendes Gelächter anhörten, kann an dieser Stelle nur als Zufall bezeichnet werden.

Vielleicht liebe Zuhörer waren sie auch gerade gefesselt von dieser kleinen Geschichte. Wir, die 3 anderen Schützen, hätten Mr. Böff an diesem Tag am liebsten auch gefesselt und gleich dort gelassen.

Nun denn... für all diejenigen die gerade nicht ganz folgen konnten hier die tatsächlichen Fakten:

Die 1. Mannschaft rechnete sich nach 4:0 Punkten und guten Ergebnissen gegen starke Gegner insgeheim aus, als harter Verfolger dem Aufstiegsfavoriten Wallenrod das Leben so schwer wie möglich machen zu können. Nur noch beim ebenfalls starken SV Lanzenhain schadlos halten, dann wäre es am 4.Wettkampftag zum Showdown „Erster gegen Zweiter“ gekommen, beide Verlustpunktfrei... es wäre ... wenn, ja wenn der Wind das Ergebnis des Hr. Böff nicht auf für ihn unterirdische 336 Ringe geblasen hätte.

Die kleinen Aufstiegshoffnungen waren folglich gleich zu Rundenbeginn vom Winde verweht. Erst recht nachdem auch in Wallenrod trotz guter Mannschaftsleistung kein Blumentopf zu gewinnen war.

4:4 Punkte ... was für ein Käse.

Zumindest bestand Hoffnung auf Besserung, da man aus organisatorischen Gründen alle Hinrundenwettkämpfe auswärts schießen musste, konnte man folglich nach dem gewonnenen Wettkampf beim Tabellenletzten in Rebgeshain anschließend alle Wettkämpfe zu Hause bestreiten.

Wie so oft in den letzten Jahren erwies sich unser Stand als nicht einzunehmende Festung. Alle Mannschaften wurden zwar mit den besten Wünschen unsererseits aber ohne Punkte wieder nach Hause geschickt.

Auch der bis dato ungeschlagene Tabellenführer aus Wallenrod musste trotz angereistem kleinem Fanaufgebot geschlagen, angefressen und motzig mit leeren Händen das Dorf verlassen.

Am Ende konnte mit 16:4 Punkten der 2. Platz gesichert werden. Zudem stellte man mit durchschnittlich 1471,6 Ringen einen neuen Vereinsrekord auf.

Erstaunliches tat sich auch in der Grundliga A4. Nach 4 Wettkämpfen tauchte verlustpunktfrei die Mannschaft Feldkrücken II an der Tabellenspitze auf. Nun sollte es am 5.Wettkampftag ebenfalls gegen den SV Wallenrod zum Showdown kommen... aber die dortigen Schützen lachten sich ins Fäustchen ... standen sie doch alleine, ohne den Gegner aus Feldkrücken am Stand. Was war passiert?

Hatten die Unsrigen etwa Schiß? Hatten Sie die Buchse voll und nicht genug Pampers mit an Bord genommen um den langen beschwerlichen Weg nach Wallenrod überstehen zu können?

Ich möchte es etwas nüchterner sehen und behaupten, dass selbst bei einem Antreten der gesamten Mannschaft, ob mit oder ohne frische Windeln ein Sieg kaum möglich gewesen wäre. Die Mannschaft aus Wallenrod war für diese Klasse einfach zu stark und stieg letztlich auch unangefochten auf.

Unsere Mannschaft behauptete am Ende mit 14:6 Punkten einen lobenswerten 2. Platz.

Großen Anteil am guten Abschneiden der II. Mannschaft hatte vor allem Thomas Rühl, der bis auf einen Ausrutscher sehr gute Leistungen auf die Scheiben brachte. Mit einer Bestleistung von 359 Ringen und 350,29 Ringen im Schnitt lag er nur 0,04 Ringe hinter dem seit Jahren etablierten Topschützen der II Mannschaft Heiko Müller. Dieser erzielte im vorletzten Wettkampf 361 Ringe und topte mit einer grandiosen Leistung nochmals den Rühlschen Spitzenwert.

Das Ranking der 1. Manschaft wird mit 377,7 Ringen von Timo Kaiser angeführt. Ihm dicht auf den Fersen befindet sich Monika Rühl, die mit 374,0 Ringen einen persönlichen Durchschnittsrekord aufstellte. Gleiches gilt für Steffen Kaiser der durchschnittlich 369,4 Ringe erzielte und seinen besten Durchschnittswert aller Zeiten aufzubieten hatte.

Bei den diesjährigen Kreis- und Gaumeisterschaften konnten leider keine vorderen Platzierungen erzielt werden.

Ebenso errang man bei den Stadtmeisterschaften in Helpershain lediglich den Titel des Mannschaftsmeisters in der Schützenklasse. Lediglich der humorvolle Schütze Jürgen (Al)leinberger sorgte aufgrund seines erneuten schlechten Abschneidens bei den Stadtmeisterschaften für etwas Erheiterung bei den Feldkrücker Aktiven.

Beim B Pokal verkaufte sich Steffen Kaiser mit 188 Ringen und Platz 4 in der Einzelwertung ausgesprochen gut. Auch Monika Rühl mit 189 sowie Timo Kaiser mit 191 Ringen zeigten im A-Pokal zum Saisonausklang hervorragende Leistungen. Auf 40 Schuss hochgerechnet, hätten die 3 im Schnitt fast 379 Ringe erzielt.

Manipulationsvorwürfe all über all ... das nicht nur im Spitzensport manipuliert wird, sondern auch im Hobby-Schießsport begründete Manipulationsvorwürfe im Raum stehen ist schockierend.

So begab es sich beim letztjährigen Königschießen, dass der eigentlich normal begonnene Wettbewerb plötzlich eine seltsame Wendung nahm. Thomas Wissner hatte den Adler bereits in ein einbeiniges Federvieh verwandelt und sich damit die Position des 2. Ritters gesichert. Folglich schoss man anschließend auf das 2. Bein und hatte nach gut 40 Treffern das Selbige komplett durchgeschossen. Das Gesetz der Schwerkraft hätte das Bein nunmehr schleunigst Richtung Erdboden befördern müssen. Aber es tat sich ... NICHTS ... Wie von Geisterhand schwebte das Bein in der Luft. Hatte Uri Geller seine Hände im Spiel oder hatte sich der Erbauer des Königsadlers einen seiner derben Scherze erlaubt?

Die Unkenrufe wurden zunehmend lauter. Fast 50mal versuchten sich die Meisterschützen um das vorhandene Nichts zu treffen. Aber wohin sollten sie schießen, wenn nichts da ist?

Kommen wir zum Ende des Zaubers. Der Erbauer selbst, welcher aufgrund der gerichtlich verfolgten Manipulationsvorwürfe hier nicht genannt werden kann, traf das NICHTS und wurde NICHTSDESTOTROTZ 1 .Ritter.

Und da der König Kaiser in Feldkrücken mittlerweile Tradition hat, holte Florian Kaiser zum wiederholten Mal die begehrte Königskette an seinen kaiserlichen Hof.

Soweit zum sportlichen Geschehen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Bericht des Schießwartes für die Saison 2007/2008

Schießwart Timo Kaiser

Nachfolgend (in Auszügen) der Bericht des Schießwartes Timo Kaiser:

10:10 Punkte, im Schnitt 5,5 Ringe mehr wie im Vorjahr und ein dicker Hals. Das sind die nüchternen Fakten der Rundenwettkämpfe unserer I. Mannschaft.

Scheiterte man im letzten Jahr im Aufstiegswettkampf nicht am starken Gegner, sondern vielmehr an den eigenen Nerven, bzw. am böigen Wind im Schützenhaus Lanzenhain, so waren es dieses Jahr Schützen aus der 2. Bundesliga, welche dem möglichen Aufstieg im Wege standen. Wie das?

Dass der 1. Platz in der Grundliga A1 nur über die Mannschaft aus Wallenrod vergeben werden würde, war bereits vor Rundenstart klar. Aufgrund einer Lücke in der Rundenwettkampfordnung war es den Wallenrödern jedoch ärgerlicherweise möglich in unserer Gruppe auch Schützen aus der 2. Bundesliga einzusetzen. Diese benutzten u.a. den Auswärtswettkampf in Feldkrücken um sich auf die Wettkämpfe der 2. Liga vorzubereiten.

Der Rest ist schnell erzählt:

Der Wettkampf gegen Wallenrod wurde verloren, die Motivation für die restliche Runde war weg, der Hals wie gesagt dick und man verlor in der Folge überraschend und wohl auch vermeidbar den ein oder anderen Wettkampf.

Versöhnlich sollte jedoch stimmen, dass die Lücke im Regelwerk mittlerweile geschlossen wurde und sportlich faire Wettkämpfe in Zukunft wieder die Regel sein dürften.

Zum Aufstieg reichte es leider auch nicht für die II. Mannschaft. Am Ende hatte man mit 14:6 Punkte und Platz 3 nur 2 Zähler Rückstand auf den Aufsteiger. Bedenkt man dabei, dass die Mannschaft in 2 Wettkämpfen aus Personalmangel nicht bzw. nicht vollzählig antreten konnte, liegt auf der Hand, dass der 1.Platz in greifbarer Nähe war.

Die Durchschnittsergebnisse der abgelaufenen Runde führen in der 1. Mannschaft Timo Kaiser mit 376,40 und Monika Rühl mit 373,80 Ringen an. Dies sind abgesehen von den eigentlich höherklassig schießenden Wallenröder Schützen die besten Durchschnittsergebnisse der Grundliga A1.

Zur Elite der besten Einzelschützen in der Grundliga A4 kann sich auch der stark verbesserte Heiko Müller zählen. Mit Plus 8 im Vergleich zum Vorjahr und 353,88 Ringen im Schnitt belegte er den 3. Platz seiner Klasse. Rang 2 in der internen Mannschaftswertung belegte Rainer Schleuning mit 336,10 Ringen. Bis auf einen Ausrutscher schoss er sehr konstant und war maßgeblich am guten Abschneiden seines Teams beteiligt.

Stadtmeisterschaften 2007 in Wohnfeld:

Wie grausam Sport sein kann, bewies die letztjährige Stadtmeisterschaft. Im Finale von Monika Rühl geschlagen, traute sich der Rebgeshainer Top-Schütze und Favorit Jürgen Leinberger bei der anschließenden Siegerehrung nicht mehr zu seinen Rebgeshainer Vereinskameraden an den Tisch bzw. war dort nicht mehr erwünscht.

Der fortan nur noch Jürgen „Alleinberger“ genannte suchte bei den Feldkrückern Unterschlupf. Auch hier erntete er ausschließlich Hohn und Spott. Spätestens als die Feldkrücker lautstark auch den Gewinn des Mannschaftsstadtmeisters in der Schützenklasse bejubelten, war der Abend für Herrn Alleinberger endgültig gehalten.

Angeführt von der neuen Stadtmeisterin Monika RühI wurde der Sieg mit einem gebührenden Hupkonzert und anschließender Einkehr im Gasthaus Darmstädter Hof gefeiert. Dass derartige Glücksgefühle auch die Ehe und Liebe beflügeln können, liegt seit diesem Abend auf der Hand. Freudentaumelnd entwickelte der 1. Vorsitzende plötzlich poetische Fähigkeiten und übersandte - mit geringer Unterstützung der anwesenden Kaiser Brüder - zu fortgeschrittener Stunde noch wohlformulierte Liebesgedichte per SMS an seine Frau. Diese quittierte sogleich die Liebesbotschaft mit ihrem persönlichen Erscheinen.

Spötter behaupten jedoch bis heute, dass die SMS als Hintergedanken lediglich eine „stützende Funktion“ für die Heimreise des angeschlagenen Vorsitzenden hatte.

Die Kreis- und Gaumeisterschaften brachten diesjährig keine Top Platzierungen. Monika Rühl verpasste jedoch in der Damenklasse das Finale der besten 8 nur um 2 Ringe.

Eine gute Spätform zeigte Monika auch beim A-Pokal. 189 Ringe brachte sie im ungeliebten 20 Schuss-Programm auf die Scheiben. Auch Timo Kaiser ließ nach Wochen mittelmäßiger Ergebnisse mal wieder von sich hören. Im gleichen Wettbewerb erzielte er 194 Ringe und lag schlussendlich nur einen Ring hinter dem späteren Sieger und Bundesligaschützen Reinhard Sorg aus Wallenrod.

Das letzte Wort gehört der Abräumerin des letzten Jahres Monika Rühl. „Ja Jungs da guckt ihr wieder.“ War der Standartspruch der vergangenen 52 Wochen. So auch am Abend des Königsschießens 2007. Nachdem Kerstin Schmidt und Björn Bernhard bereits als 2. und 1.Ritter feststanden dachte sich Monika:“ Wer Stadtmeisterin ist, muss auch Königin werden“. Gesagt getan, da gibt‘s bei „Riehn“ kein langes Geschwätz. Gezielt, Kopf abgeschossen, Königin 2007… Monika RühI. Und da haben Sie wieder geguckt, die Jungs, in die Röhre!!!

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